Kurzgeschichte der TGN

Ein Freundeskreis von 7 jungen Kaufleuten, die häufig in den Räumen der "Gesellschaft Museum" zusammenkamen, beschloss, sich turnerisch zu betätigen.

Im Januar 1897 gründeten sie ihren Verein, den sie "Turn-Gesellschaft Nürnberg", kurz: TGN nannten.

Geturnt wurde wöchentlich zweimal im "Tratzenzwinger" an der Marientormauer.

Die Mitgliederzahl stieg bald auf 20 und bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges 1914 auf 54 Mitglieder.

1912 trat die TGN der "Deutschen Turnerschaft" bei und führte nun den Vereinsnamen "Turn-Gesellschaft Nürnberg von 1897 e.V."

1914 wurde ein Spiel- und Sportplatz in "Herrenhütte" gepachtet. Dies ermöglichte in den Sommermonaten Leichtathletik und Faustball. Die sportlichen Betätigungen wurden damit umfangreicher.

Der erste Weltkrieges hatte naturgemäß negative Auswirkungen. Nach dessen Ende jedoch erfuhr die TGN einen neuen Aufschwung, da es gelang, viele Jugendliche für sportliche Betätigungen zu begeistern.

Anlässlich der 25 Jahr-Feier der TGN taten sich die Ehefrauen der Gründungsmitglieder zusammen und gründeten im Oktober 1922 eine "Damenriege".

Etwa 1925 wurde auch noch eine Kinderabteilung ins Leben gerufen.

All dies führte dazu, dass die Mitgliederzahl sehr bald auf über 200 stieg.

In jenen Jahren nach dem ersten Weltkrieg war die Turn-Gesellschaft an allen Bezirks-Sportfesten aktiv beteiligt und brachte eine Reihe von Wettkampfsiegen mit nach Hause. Auch die Frauenriege war bei allen Frauenturnfesten aktiv und teilweise siegreich vertreten.

Der 2. Weltkrieg setzte dem Verein erneut sehr zu. Regelmäßiger Sportbetrieb war nicht mehr möglich, wurde aber nie ganz aufgegeben.

Nach dem 2. Weltkrieg musste sich der Verein neu organisieren. Die Zahl der Mitglieder war auf deutlich unter 100 gefallen.

Es wurden Turnhallen angemietet. Für Leichtathletik und Faustball stand bis 1960 der Sportplatz in "Herrenhütte" weiterhin zur Verfügung. Danach durfte der Verein den Sportplatz der HGN nutzen. Dies bis heute.

Die Mitgliederzahl erholte sich wieder und bewegt sich heute im Bereich von 200.

1964 konnte die neu errichtet Doppelturnhalle des Hans-Sachs-Gymnasiums anmietet werden. Sie wurde 2009 abgerissen, da sie den heutigen Ansprüchen nicht mehr genügte, wurde aber als moderne 3fach-Halle erneut aufgebaut. Sie steht dem Verein seit 2011 wieder voll zur Verfügung.

Der gesellschaftliche Zusammenhalt innerhalb des Vereins war immer sehr erfreulich. Bis heute finden jährlich gesellige Zusammenkünfte statt; Kinderfest im Sommer, Adventsfeier für die Frauen und das sogenannte "Gaulsessen", das sich auf eine Sparbüchse in Form des Turngerätes "Seitpferd", dem "Gaul", bezieht. Daneben gibt es Ausflugsfahrten mit kulturellem Hintergrund und eine speziell ausgesuchte Wanderung für besonders aktive Wanderer.